arts + science weimarwww.asw-verlage.de

Logo: VDG Weimar
Logo: Bauhaus-Universitätsverlag

Mit den Händen messen

Verkörperung von Maß als selbstreflexive Strategie in Künstlerselbstbildnissen des 16. Jahrhunderts

Noch kein Bild vorhanden

Selbstbildnisse wurden im 16. Jahrhundert häufig zur Werbung um Patronage und zum Wetteifer mit der Konkurrenz genutzt. Die Studie widmet sich einem Corpus italienischer Beispiele aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und ihrem typologischen Zusammenhang. Gemeinsam ist ihnen insbesondere ein spezifisches Motiv: Die aus dem Bild weisende, in Verkürzung dargestellte Hand, die eine Gestik des Messens ausführt. Durch den Rekurs auf zeitgenössische Kunsttheorien wird verständlich, dass dieses Motiv gezielt das wirkungsästhetische und ‚raumgreifendeʻ Potential der an den flachen Bildträger gebundenen Malerei auslotet. Gleichzeitig wird durch die Gestik die Idee eines individuellen Maßstabs aufgerufen, die mit den Begriffen maniera und giudizio verknüpft ist. Neben dem künstlerischen, spielt auch das ethische Urteilen eine zentrale Rolle, insbesondere bei Selbstbildnissen, die den Künstler gemeinsam mit einem Freund zeigen.

  •  Buch (D)
    ca. 49,80 €

  • ISBN: 978-3-89739-900-6

Titel ist in Vorbereitung

  • VDG Weimar
  • 1. Auflage 2017
  • Hardcover
  • 18,5×24 cm
  • ca. 326 Seiten
  • 65 Abbildungen, davon 10 in Farbe